Moderne Führung: So entscheidet man in innovativen Unternehmen
Erfahrungsschatz langjähriger Führungskräfte für VUKA-Welt transformieren: Innovative Unternehmen setzen auf Creative Leadership und nutzen die Intuition der Vielen.
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Innovative Unternehmen durch dynamische Unternehmenskultur

Moderne Führung: So entscheidet man in innovativen Unternehmen

Ob durch Digitalisierung, Globalisierung, Modernisierung, ob in Wirtschaft, Politik oder im Finanzsektor: Die Welt verändert sich heute schneller als je zuvor. Mit einer dynamischen Unternehmenskultur können Organisationen erfolgreich darauf reagieren. Voraussetzung dafür ist, dass Führungskräfte ihre eigene Erfahrungsbildung auf den Prüfstand stellen.

Idealerweise gibt es in Organisationen eine Vision, aus der sich die Strategie ableitet, aus der sich wiederum die einzelnen Ziele ableiten. Doch wie soll eine langfristige Planung in einer VUKA-Welt funktionieren? Die überraschende Antwort lautet: so gut wie gar nicht! Stattdessen erreichen Sie Ihre Vision auf eine andere Art und Weise – durch die regelmäßige Überprüfung der Ziele auf dem Weg dorthin. Optimaler Weise überprüft das Management nach dem Erreichen eines (Zwischen-)Ziels die reale Situation am Markt und die nächsten geplanten Schritte auf ihre Sinn und Zweckmäßigkeit. In einem volatilen Umfeld kann es durchaus sein, dass neue Wettbewerber neue Zieldefinitionen verlangen und jede Mikroveränderung im Markt bedeutungsvolle Auswirkungen hat. Das heißt: Zukünftig wird nicht mehr der Große den Kleinen fressen, sondern der Schnelle den Langsamen. Wie brauchbar dabei noch Jahresziele sind, muss jedes Unternehmen für sich individuell beantworten.

Die VUKA-Welt ist volatil, unsicher, komplex und ambivalent. Das heißt Fakten sind vielschichtig interpretierbar und die Einflüsse auf Sachinformationen sind vielseitig. Entscheidungen von heute können schon morgen ihre Gültigkeit verlieren. Auf dieses veränderliche Umfeld müssen sich Unternehmen einstellen.

Die eigene Erfahrung hinterfragen

Besonders erfahrene Führungskräfte entscheiden mit wenigen Informationen schnell aus dem Bauch heraus. Dieses Bauchgefühl ist eine wertvolle Ressource. Es ist das Ergebnis vieler Situationen, die wir bereits erlebt haben. Ich halte das Bauchgefühl für eine effiziente Methode, um gute Entscheidungen zu treffen – unter einer Voraussetzung: Wenn man den Kontext berücksichtigt, in dem die Erfahrungen gesammelt wurden, auf denen das Bauchgefühl beruht. Sobald sich nämlich die (Wirtschafts-)Welt verändert, sind die bewährten Muster schlicht und ergreifend ungültig. Hier komme ich auf das eigentliche Dilemma zu sprechen: Viele Erfahrungen langjähriger Führungskräfte wurden in einem Kontext gesammelt, den es so heute nicht mehr gibt. Die Gefahr einer Fehlentscheidung wird damit größer. Die Führungskraft, die aus Erfahrung und aus dem Bauch heraus entscheidet, glaubt natürlich an die Richtigkeit der Entscheidung – oft ohne sich die zwei wichtigsten Fragen zu stellen:

1.) Passt die Situation, in der ich meine Erfahrung gesammelt habe, noch zur heutigen Marktsituation?
2.) Bin ich ein intuitiver Experte von heute – oder von gestern?

Es geht mir nicht darum, die Erfahrungen von langjähriger Führungskräfte abzuwerten. Ganz im Gegenteil. Es geht mir darum, ihren Erfahrungsschatz zu transformieren und ihnen den Wechsel von kalkulierbarem Return on Investment (ROI) und vorhersehbaren Konsequenzen in flexible, komplexe und nicht vorhersehbare Systeme zu ermöglichen. Dazu ist die Aktivierung von Schwarm-Intelligenz unabdingbar.

Creative Leadership und die Intuition der Vielen
Im Rahmen unseres leadplus-Konzeptes lernen Führungskräfte deshalb, sich genau diese Schwarm-Intelligenz zu Nutze zu machen: indem sie mit Führungskollegen aus unterschiedlichen Hierarchien (und Generationen!) in Diskussion gehen und sich im geschützten Rahmen abstimmen. Es wird gemeinsam geklärt, was zu einem bestimmten Thema beobachtet wurde (zum Beispiel dem Wettbewerb) und wie die Beobachtung insgesamt bewertet wird. Dabei kann jeder für sich selbst erkennen, inwieweit er noch up to date ist, um in seinen Entscheidungen auf die richtige Rahmenwelt zu reagieren. Im zweiten Schritt kann diese Kompetenz dann in die Führungsarbeit mit dem eigenen Team übertragen werden. Die richtige Strategie zur Entscheidungsfindung in der VUKA-Welt ist demzufolge: Bleiben Sie wachsam, vernetzen Sie sich und nutzen Sie die Meinung und Intuition der Vielen, um näher am realen System zu bleiben. Oder kurz: Führen Sie transformational, werteorientiert und visionär.

Transformational führen mit leadplus
Um das zu erreichen, setzen wir bei der Einführung der transformationalen Führung auf agile Methoden und digitale Vernetzungen, zum Beispiel durch Blogs und Foren. Wir vermischen Führungskräfte verschiedener Generationen mit unterschiedlichen Erfahrungswerten, um die neue Form der Entscheidungsfindung allen zugänglich zu machen. Führungskräfte lernen außerdem die Meinungsbildung über die Realsituation des Marktes im Austausch mit Peers. Sie werden dadurch in der Lage sein, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und zu moderieren. Sie werden als „alte Hasen“ und „digital natives“ gemeinsam agieren. Und sie werden Entscheidungen treffen, die perfekt auf den Markt reagieren und die Innovationskraft des Unternehmens beflügeln.

 

Bild: SFIO CRACHO/shutterstock.com